Über den Mut einer jungen Sängerin, sich der Aufnahmeprüfung zu stellen…
???? Anekdote aus meinem Künstlerleben
Ich erinnere mich an eine Gesangsschülerin, die vor einer entscheidenden Aufnahmeprüfung stand. Sie hatte stundenlang geübt, technisch war alles da – aber im entscheidenden Moment stockte sie. Nicht wegen der Stimme, sondern wegen der Angst vor der Entscheidung, überhaupt Vorzusingen: „Bin ich gut genug? Werde ich genommen?“
Ich habe ihr damals gesagt: „Eine Entscheidung – AUCH EINE MÖGLICHE ABLEHNUNG/ABSAGE – ist keine Bedrohung, sondern ein Geschenk. Sie bringt dich weiter – egal ob es ein Ja oder ein Nein ist.“ Als das in ihr Herz sank, sang sie freier, mutiger, mit leuchtender Stimme. Und ja: Sie wurde genommen.
Diese Erfahrung habe ich später ins Business übertragen: Stimme + Entscheidungskraft sind Zwillinge. Ohne Entscheidung bleibt alles in der Luft hängen, und die schönste Stimme wirkt machtlos.
???????? Kundenstory: Lisa, die Coachin
Lisa, eine Business-Coachin, kam zu mir, weil sie sich in Verkaufsgesprächen unsicher fühlte. Ihre Stimme wurde leiser, sobald es Richtung Abschluss ging. Sie hatte Angst, zu „pushy“ zu wirken.
Wir arbeiteten daran, dass sie am Ende ihrer Gespräche die Vorteile für ihre Kund:innen klar, warm und selbstbewusst zusammenfasste. Dazu übte sie drei Abschlusssätze, die sie immer wieder laut sprach, bis sie selbstverständlich klangen.
Das Ergebnis: Lisa schaffte es, ihre Stimme nicht mehr kleinzumachen, sondern sie als freundliche Einladung klingen zu lassen. Nach wenigen Wochen schrieb sie mir: „Ich habe drei neue Kundinnen gewonnen – nicht, weil ich aggressiv war, sondern weil ich klar gefragt habe. Meine Stimme hat mir den Mut gegeben.“
???? Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Psychologie bestätigt, was ich täglich erlebe: Entscheidungen schaffen Entlastung. Studien zeigen, dass Unentschlossenheit das Stresslevel erhöht und Menschen in einem Zustand innerer Spannung hält.
Eine Untersuchung von Shenhav, Botvinick & Cohen (2013, Neuron) belegt, dass das menschliche Gehirn Entscheidungen als Energieentlastung wahrnimmt. Klarheit – selbst in Form eines Neins – reduziert kognitive Dissonanz und erhöht das Gefühl von Kontrolle.
Das bedeutet: Wenn du im Verkaufsgespräch einen Kunden liebevoll zu einer Entscheidung führst, hilfst du nicht nur dir, sondern auch ihm – weil er Klarheit bekommt und sich befreiter fühlt.
Quelle: Shenhav, A., Botvinick, M. M., & Cohen, J. D. (2013). The Expected Value of Control: An Integrative Theory of Anterior Cingulate Cortex Function. Neuron, 79(2), 217–240.
???? Übung: Abschluss-Champion
Formuliere drei individuelle Abschlusssätze für dein Angebot. Sprich sie laut, mit ruhigem Atem und klangvoller Stimme. Spür, wie sich deine innere Haltung verändert, wenn du am Ende eines Gesprächs mutig fragst.
Beispiele:
- „Basierend auf dem, was du mir erzählt hast, ist Option X ideal für dich. Wie siehst du das?“
- „Wenn wir heute starten, hast du in zwei Wochen erste Ergebnisse. Sollen wir den Termin festlegen?“
- „Was spricht aus deiner Sicht dagegen, jetzt den ersten Schritt zu machen?“
???? Fazit
Ein Abschluss ist kein Druckmittel, sondern ein Geschenk:
- Dein Kunde gewinnt Klarheit und Lösung.
- Du erhältst Wertschätzung für deine Arbeit.
- Beide Seiten sparen Zeit und Energie.
Zum Advent passt das perfekt: Ein klares Ja oder Nein ist wie ein Licht, das Orientierung schenkt.
Und wenn deine Stimme warm, überzeugt und selbstbewusst klingt, wird genau dieser Moment zu einem echten Geschenk – für euch beide.
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Toll, dass wir verbunden nsind!
Herzlich,
deine Tanja
